BEVOR DIE BAUARBEITEN AN DER KLOSTERKIRCHE IN ALTFRIEDLAND STARTEN KöNNEN, MUSS UM DAS GEBäUDE HERUM ERDE ABGETRAGEN WERDEN

Sanierung soll im Frühjahr beginnen

Josefine Jahn

Altfriedland/Neuhardenberg (MOZ) Nachdem im Oktober 2014 die Bauarbeiten am Dach des Klosters in Altfriedland beendet wurden, soll es im Frühjahr mit den Arbeiten an der Kirche weitergehen. Zuvor muss aber die einst provisorisch befestigte Zufahrt verlegt werden.

© Foto: Thomas Berger

In einer gemeinsamen Sitzung des Finanz- und Bauausschusses am Montagabend in Neuhardenberg wurde der aktuelle Stand zu den geplanten Sanierungsarbeiten an der Klosterkirche in Altfriedland besprochen. "Wir bitten die Gemeindevertretung, die Zufahrtstraße mit in die Verhandlungen einfließen zu lassen", sagte Vize-Amtsdirektor Thomas Manig.

Nach einem Vor-Ort-Termin im Dezember hatten Mitglieder des Gemeindekirchenrates und der Neutrebbiner Pfarrer Arno Leye auf die Bedeutung der Geländeregulierung hingewiesen, die im Zuge der geplanten Sanierung stattfinden müsse, heißt es in einer Mitteilungsvorlage.

Laut Planungsunterlagen müssen im Bereich der Zufahrtsstraße zum Kloster sowie zur Klosterschänke circa 90 Zentimeter Erde abgetragen werden, um die Trockenlegung des Mauerwerks zu gewährleisten. Diese Arbeiten am Gelände sollen gemäß der Sanierungsplanung in einem etwa zehn Meter breiten Streifen entlang der Traufe der Kirche erfolgen.

Darüber hinaus sei von der Kirchengemeinde mehrmals darauf hingewiesen worden, dass die Entfernung beziehungsweise Verlegung der im Jahr 2002 von der Gemeinde provisorisch befestigten Zufahrt eine grundlegende Voraussetzung zur Umsetzung der gesamten Sanierungsarbeiten sei, heißt es in der Mitteilung weiter. "Wurde denn die Verlegung nicht bereits beschlossen?", wollte Heiko Schlotte, Mitglied des Haushalt- und Finanzausschusses, sich vergewissern. "Ja", bestätigte ihm Thomas Manig. Damals wurde die Zufahrt "zweckmäßig und entsprechend den örtlichen Gegebenheiten gebaut", heißt es in der Mitteilung. In einer Stellungnahme an die Gemeinde Neuhardenberg schrieb das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege, dass es sich um einen nicht genehmigten Wegebau handele und der dadurch am Bodendenkmal entstandene Schaden vom Verursacher zu korrigieren sei. Dies ist bisher nicht passiert.

"Die Nivellierung der Fläche von einem Meter um die Kirche herum war festgelegt und sollte auch zuerst gemacht werden", sagte Friedhelm Johst. "Sonst schmeißt man bis dahin Geld zum Fenster heraus", ergänzte er.

Bereits vor fünf Jahren, als mit der konkreteren Planung seitens des Fördervereins Klosterkirche Altfriedland begonnen worden war, wurde der Antrag an die Gemeinde auf Verlegung der Zufahrt gestellt. Dem wurde zugestimmt, man wollte aber mit der Ausführung bis nach der Fertigstellung des Klosterdaches warten. Die Bauarbeiten wurden im Oktober 2014 abgeschlossen.

"Der Beschluss zur Verlegung der Zufahrt wurde vorbehaltlich gefasst, da sich die Gemeinde damals in der Haushaltssicherung befand", erklärte Fachbereichsleiter Tino Krebs am Dienstag. "Jetzt muss eine Kostenermittlung erfolgen, die in den Haushalt eingearbeitet werden wird", sagte er. Dafür soll nun ein Planungsbüro beauftragt werden. "Die nächsten Schritte werden wir dann aus der Planungs-Empfehlung entnehmen", so Krebs.

Derzeit werden die Kosten für die Planung auf 2000 Euro geschätzt. Ein entsprechender neuer Beschluss für die Baumaßnahmen werde voraussichtlich in der Gemeindevertretersitzung im Februar gefasst, sagte Krebs.

Die Arbeiten an de Klosterkirche sollen nach jetzigem Stand im Frühjahr beginnen. Die gesamten Sanierungskosten belaufen sich auf circa 1,3 Millionen Euro. Die für den Sommer geplanten Veranstaltungen werden in das Kloster oder nach draußen verlegt, informierte Christiane Arndt-Pernau vom Vorstand des Fördervereins.

MOZ.de vom 10. Januar 2018

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