Nachgefragt bei Frank Werner und Christof Enders

Wie steht es um die Kirche Döllingen?

Döllingen/Plessa. Am Sonntag gibt es interne Gespräche und am 17. März öffentliche Versammlung.

Frank Werner ist der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates in Plessa. Döllingen hat dieses Gremium nicht mehr.
FOTO: Veit Rösler

Der Verkauf der Kirche in Döllingen scheint abgewendet. Vorausgesetzt, ein schlüssiges Konzept zur Nutzung kann erarbeitet werden. Die RUNDSCHAU sprach mit Frank Werner vom Gemeindekirchenrat Plessa und mit Superintendent Christof Enders.

Herr Werner, knapp 100 Bürger haben sich am 3. Advent für den Erhalt der Kirche ausgesprochen. Wie ist der Stand der Dinge?

Werner: Wir haben in dieser Woche noch einmal mit den Initiatoren der Runde am 3. Advent, dem Gemeindekirchenrat und dem Superintendenten beraten. Es ist der Wille aller, nach Möglichkeiten zu suchen, die Kirche zu erhalten.

Die Verkaufsverhandlungen sind also gestoppt?

Werner: Die hatten noch nie begonnen. Wir haben im Gemeindekirchenrat bislang lediglich beschlossen, die Kirche zu entwidmen, um dann einen Verkauf möglich zu machen. Und das vor dem Hintergrund, dass das Interesse an Gottesdiensten stark zurückgegangen war. Danach gab es bislang drei Interessensbekundungen von Leuten, die Nachnutzungen aufgezeigt haben. Am 21. Januar treffen sich alle Döllinger, die am Erhalt interessiert sind, noch einmal zu einer internen Sitzung, am 17. März soll es eine öffentliche Runde geben.

Herr Superintendent, wie sehen Sie die Entwicklungen in Döllingen?

Enders: Es kann uns nichts Besseres passieren, als dass sich jetzt ein ganzes Dorf für den Erhalt einsetzt. Wichtig ist, dass die Bürger nun sagen, was sie selbst dafür tun wollen. Ich möchte diesen Prozess gern unterstützen.

Mit Frank Werner und Christof Enders sprach Frank Claus.

LR ONLINE vom 17. Januar 2018

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