Döbern-Land

Sanierung der Bloischdorfer Kirche geht weiter

Bloischdorf. Staatssekretärin bringt zweiten Zuwendungsbescheid.

Für die Sanierung der Dorfkirche Bloischdorf kommen weitere Fördermittel. Sie ist eine der ältesten Kirchen der Region.
FOTO: Annett Igel-Allzeit

(ani) Die Dorfkirche in Bloischdorf kann weiter saniert werden. Das kündigt die Architektin Marie-Luise Obst an. Am 26. Juli will Ulrike Gutheil, Staatssekretärin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg, einen zweiten Denkmalförder-Zuwendungsbescheid in Bloischdorf überreichen dringend benötigtes Geld für die weitere Sanierung.

Vor 14 Monaten hatte Martina Münch (SPD), Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, dem katholischen Pfarrer Daniel Laske einen Zuwendungsbescheid über 35 000 Euro überreicht. Sie bekam damals gezeigt, wo das Regenwasser den Dachstuhl schädigt, wo das Gebälk des hölzernen Turms auszubessern wäre und wie der Dachboden, der nur über eine Holzleiter erreicht werden konnte, besser zugänglich würde. Die Architektin erklärte, wie sie das Regenwasser ganz weg vom Kirchenbau leiten wolle. Schon da war zu ahnen, dass die Sanierung ein Abenteuer wird. Mehr Geld wird nun gebraucht.

Die Bloischdorfer Dorfkirche ist nicht nur eines der wenigen Gotteshäuser, die dem Ziehvater Jesu, dem Heiligen Joseph, geweiht ist. Sondern sie ist auch eine der ältesten Kirchen der Region überhaupt. Bereits Ende des 13. Jahrhunderts soll der Ziegel- und Feldsteinbau, der mit Raseneisensteinschlacke versetzt ist, auf der kleinen Anhöhe errichtet worden sein. Wie ihr ursprünglicher katholischer Altar aussah, kann heute noch in der Grausteiner Kirche bestaunt werden. Das aktuelle Altarbild in Bloisch­dorf zeigt Joseph mit dem kleinen Jesu. Das Abendmahl-Relief soll vom Augustinerorden in Zagan (Sagan) stammen. Nach dem Westfälischen Frieden gehörte Bloischdorf zum Fürstentum Sagan.

Wie Marie-Luise Obst mitteilt, wird die Staatssekretärin Ulrike Gutheil am 26. Juli um 13 Uhr in Bloisch­dorf erwartet. Gegen 13.15 Uhr ist ein Imbiss geplant. Es besteht die Möglichkeit, sich in der Kirche umzuschauen und Fragen zur Geschichte und zur Sanierung zu stellen.

LR ONLINE vom 12. Juli 2018

   Zur Artikelübersicht