Perleberg

Neue Kirchturmspitze im Visier

Sankt-Jacobi-Gemeinde plant Sanierung des Turmaufgangs sowie eine neue Bronzeglocke und eine neue Kirchturmspitze.

von René Hill

So präsentierte sich einst der Kirchturm von Sankt Jacobi den Perlebergern und ihren Gästen
Foto: Repro Jens Nerin

In den kommenden Wochen wollen der Gemeindekirchenrat, das Architekturbüro Kannenberg, der Kirchenkreis-Baubeauftragte Heiko Jaap und der Förderverein Kirchsturmspitze den weiteren Fortgang in Sachen Kirchturm Sankt Jacobi abstimmen.

„Es besteht Handlungsbedarf“, sagt Pfarrerin Verena Mittermaier. Denn der Kirchturm, wie er sich jetzt den Perlebergern und den Gästen der Stadt zeigt, sei mit seinem Turmaufgang und dem Glockenstuhl, die mit großer Eile nach einem Brand im Jahr 1916, während des Ersten Weltkrieges, wieder hergestellt wurden, ein Provisorium.

„Wenn wir die Kirche weiter touristisch erschließen wollen, bedarf es entsprechender Sanierungsmaßnahmen“, so die Pfarrerin. Neben dem Turmaufgang haben die Gemeindemitglieder auch neue Bronzeglocken im Blick. „Und das I-Tüpfelchen“, sagt Verena Mittermaier, „wäre eine neue Kirchturmspitze. Denn diese fehlt seit dem damaligen Brand“. Der Förderverein Kirchturmspitze mit dem Vorsitzenden Herbert Dreifke, hat sich dieser Aufgabe gestellt.

In der Vergangenheit gab es eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Architekturbüros. Inzwischen wurde die mit dem Wittstocker Büro Kannenberg intensiviert. „Nachdem das Ganze im Jahr 2017 etwas ins Stocken geriet, läuft es jetzt wieder“, erzählt die Pfarrerin. „In Kürze rechnen wir mit einem Zwischenergebnis. Dann erhalten wir die Kalkulationen für die Kosten der einzelnen Bauabschnitte. Und können konkreter sagen, wie es voraussichtlich künftig mit den Sanierungsmaßnahmen weitergehen kann.“

Noch habe die Kirchengemeinde für die geplanten Maßnahmen keine Förderzusage erhalten. Natürlich habe der Förderverein Kirchturmspitze, der seit 2010 besteht, fleißig Spenden gesammelt, „aber nicht in den Dimensionen, wie sie notwendig sind“, so die Pfarrerin. „Wenn die Zahlen auf dem Tisch liegen, werden wir intensiv prüfen, welches Förderprogramm passt bzw. wo wir Fördermittel beantragen können.“ Bis das Ziel erreicht ist, ist aber noch ein längerer Weg zu bewältigen. „Doch um die Kirche und ihren Turm für Menschen öffnen zu können, kann das derzeitige Provisorium keine Dauerlösung sein“, sind sich die Verantwortlichen einig.

Der Prignitzer vom 13. Juli 2018

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